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Sehenswürdigkeiten Folgende Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Gemeinde Kalefeld: • Weißenwasserkirche Kalefeld • Wasserburg Willershausen • Heimatmuseum Kalefeld • Burg Westerhof • Schloss Oldershausen • Tonkuhle Willershausen Weißenwasserkirche Kalefeld Die Anfänge der alten Taufkirche am Weißenwasser liegen wie so viele Dinge im Gebiet des sagenumwobenen Kahlbergs im dunkeln. Unter der Herrschaft Kaiser Karls des Großen begann eine Christianisierungswelle, die besonders in den von ihm unterworfenen sächsischen Ländern intensiv betrieben wurde. Die Missionierung des Leinetales und auch des Gebietes um den Kahlberg erfolgte vermutlich durch das Kloster Corvey, das zu dieser Zeit eine vorherrschende Rolle einnahm. Wahrscheinlich entstand in diesem Zusammenhang die erste Taufkirche am Weißenwasser, denn Kirchen wurden oft an den Orten errichtet, an denen sich vorher heidnische Heiligtümer befunden hatten. Die Vermutung liegt nahe, daß an dieser Stelle des Kahlbergs eine herausragende heidnische Kultstätte bestand ("Wöllersteine", "Twargen- oder Zwergenmolle" usw.). Der erste urkundliche Nachweis einer Kapelle des Dorfes Whitenwatere stammt aus dem Jahre 1055 und belegt, daß sie zum Archidiakonat Nörten gehörte. Dieser hölzerne Vorgängerbau der heutigen Weißenwasserkirche stand auf einem Bruchsteinsockel und war vermutlich nur ein rechteckiges Gebäude ohne Turm und Chor. Seine Ost-West-Achse verlief genau durch die Mitte von Taufbecken, Chorstufen und vermutlich auch Altar. Mehr ..... "Ernhaus" (Einhaus) in Kalefeld Nähere Auskünfte erteilt der Heimat-, Geschichts- und Kulturverein Kalefeld - Herr Dietmar Hantke, Tel.: 05553 / 28 73 - Herr Heinz-Hermann Stöckemann, Tel.: 05553 / 43 29
Wasserburg Willershausen Im Niederungsgebiet von Aue und Düderoder Bach liegt der Gutshof von Willershausen. Wegen eines Wassergrabens, der das Gutshaus bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts umgab, wird die Anlage auch als Wasserburg bezeichnet. Über den Ursprung dieser Anlage ist kaum etwas bekannt. Archäologische Untersuchungen oder Funde fehlen bisher vollständig. Man kann aber wohl davon ausgehen, daß die Anlage als Vorwerk (Wirtschaftshof) der Burg Westerhof bereits im späten Mittelalter bestanden hat.
Schloss Oldershausen Der Stammsitz der Familie in Oldershausen war um 1500 die „Hoppelburg“ in erhöhter Lage in der Nähe des heutigen Motels „Zur Altenburg“. Sehr starke, heute vermauerte Kellergewölbe alter Zeit lassen keinen Zweifel daran, dass hier der Ursprung der Familie war. 1538 errichtete Adam von Oldershausen einen Adelssitz in der Nähe der heutigen Gutskapelle. Dieser Sitz wurde mit dem Bau des herrschaftlichen Schlosses nach den Plänen des Baumeisters Conrad Wilhelm Hase 1859 aufgegeben. Burchard von Oldershausen und sein Sohn Cuno von Oldershausen erweiterten das Schloß um 1877 durch einen Seitenflügel, Portal, Terasse und weiträumigen Vorhof. 1945 wurde das Schloß von den Alliierten beschlagnahmt, dann für Flüchtlinge genutzt und 1947 als Heilstätte an den Landkreis Osterode vermietet. 1974 wurde das Schloß im Einvernehmen in der Familie verkauft. Es diente bis zuletzt als Rehazentrum für geistig und körperlich behinderte Kinder. Die aus dem Schloß 1945 vertriebene Familie Jobst Frhr. v. Oldershausen richtete 1949 nach vorübergehender Übersiedlung in das Gutshaus Düderode ihren Wohnsitz ein im ehemaligen im Jahre 1781 von dem königlichen und churfürstlichen Oberjägermeister Burchard Anton Friedrich von Oldershausen erbauten „Amtshaus“ in Oldershausen. Das Naturdenkmal Tongrube Willershausen An der Stelle der Tongrube Willershausen befand sich vor der Eiszeit, vor etwa 3 Millionen Jahren, ein kleiner, tiefer See. In den See mündete ein Bach. Der Boden des Sees sank ständig tiefer ein, weil im Untergrund Salz der Zechstein-Formation durch Grundwasser gelöst wurde (Subrosion). In dem Seebecken lagerten sich Sedimente ab: vor dem Steilufer Geröll, im seichten Wasser Sand, auf dem tieferen Beckenboden feiner Schlick mit deutlicher Jahresschichtung. Die Hänge unter Wasser waren so steil, daß die Ablagerungen abgleiten konnten. In diesem See lebte neben Algen und höheren Wasserpflanzen eine reiche Tierwelt: mehrere Arten Fische, Wasserschildkröten, Riesensalamander, Frösche, Krebse, Schnecken und Wasserinsekten. Aus der Umgebung wurden Blätter und Früchte vieler Baumarten und Kräuter eingeweht und eingeschwemmt, aber auch Mäuse, Mücken, Heuschrecken, Grillen, Bienen, Libellen und Vogelfedern. Sogar große Säugetiere wurden eingebettet: ein Waldelefant, ein Tapir und ein Hirsch. Das Wasser des Sees war während des ganzen Jahres geschichtet. Der Schlick des Seebodens war dadurch vom Sauerstoff der Luft abgeschlossen. Der tiefe Seeboden war lebensfeindlich. Hier bildete sich schwarzer Faulschlamm, in dem alle Leichen und organischen Reste unzersetzt erhalten blieben. Während etwa 300 Jahren gelangte salzreiches Grundwasser in den See. In dieser Zeit wurde das Sediment durch Calcium- Magnesium-Carbonat (Calzit und Dolomit) zu einem harten Gestein verkittet. So entstand die berühmte Fossilschicht von Willershausen, aus der über 50.000 Versteinerungen von 500 Arten geborgen wurden. Die Fossilien sind berühmt für ihre einmalige Erhaltung. Blätter sind mit allen Zellen erhalten, Mäuse mit Haut und Haaren, ein Frosch sogar mit Laichschnüren. Im Ton findet man die organischen Verbindungen aus dem ehemals lebenden Gewebe noch erhalten.Der einmalig vollständige Zusammenhang des Beckenbodens, die hervorragend erhaltenen Fossilien und mehr als 50 Jahre Forschungsarbeit besonders von Professor Dr. Hermann Schmidt und Dr. Adolf Straus machen Willershausen zu einer Fundstätte von Weltruf. Die Umwelt und das Klima vor der Eiszeit können bis in alle Einzelheiten rekonstruiert werden. Mehr ,,,,,,
Nähere Auskünfte erteilt die Gemeinde Kalefeld, Tel.-Nr. 05553 / 20 09 20
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