Grußwort zum Jahreswechsel 2019/ 2020


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2019 geht zu Ende und es ist Zeit zurückzublicken.

Was ist bemerkenswert an diesem Jahr?

Sicher die durch Schüler in den „Fridays for future“ Demonstrationen geforderte wichtige Zukunftsfrage wie wir alle mit dem Thema Klimawandel umgehen sollen und müssen.

Wir mussten beobachten, dass es in Deutschland, aber auch in Europa, zu einem Rechtsruck in der politischen Landschaft gekommen ist. Bündnisse wie Europäische Union und NATO werden in Frage gestellt bzw. sollen aufgelöst werden. Sicher kann man einige Entscheidungen auf diesen Ebenen kritisch sehen und beurteilen, jedoch haben uns diese Bündnisse über all die Jahre politische und wirtschaftliche Sicherheit gegeben und sind ohne Alternative. Deshalb halte ich den Brexit Großbritanniens auch für einen Fehler.

Große Sorge bereitet mir der Umgang der Menschen untereinander. Der mangelnde Respekt gegenüber anders denkenden, anders lebenden Menschen nimmt zu. Ehrenamtlich tätige, aber auch Polizisten, Rettungsdienste und Feuerwehrleute, sowie auch Kommunalpolitiker werden verbal bedroht und sogar körperlich angegangen.  Dies ist einer Gesellschaft wie unserer nicht würdig und wir sollten alles dafür tun, für Akzeptanz, Respekt und Wertschätzung eines jeden zu sorgen, so auch in unserer Gemeinde.

Erfreulicherweise haben wir in diesem Jahr wieder Investitionen getätigt, damit unsere Gemeinde langfristig gut aufgestellt ist.

Der Grundschulanbau in Echte konnte fristgerecht zum Schulbeginn fertiggestellt werden und so werden seit August alle Kinder der Gemeinde zusammen in einer Grundschule unterrichtet.

Der neue Trinkwasserhochbehälter wurde ebenfalls seiner Bestimmung übergeben und läuft seit Anfang Februar reibungslos.

Die Arbeiten zur Errichtung einer Klärschlammvererdungsanlage haben begonnen und sollen im Sommer 2020 abgeschlossen werden. Dies ist zwar eine große Investition für unsere Gemeinde, aber auch auf die Zukunft ausgerichtet und aus ökologischer Sicht sehr wichtig.

Zur Digitalisierung unserer Gemeinde laufen die Arbeiten der Deutschen Glasfaser und der Telekom. Wie bei allen Baumaßnahmen gab und gibt es Probleme bei den Leitungsverlegungen. Ich bin jedoch  der Überzeugung, dass im Ergebnis danach alle von einem schnelleren Internet profitieren werden.

Für die Unannehmlichkeiten während der Bautätigkeit, auch beim Ausbau der A7, bitte ich um Verständnis. Wir als Verwaltung sind im ständigen Kontakt mit den Verantwortlichen und tun alles um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Die finanziellen Rahmenbedingungen haben sich im zu Ende gehenden Jahr leider nicht positiv entwickelt. Dies wird wohl auch in den nächsten Jahren so bleiben. Nichts desto weniger ist es mein Anspruch auch in den nächsten Jahren Investitionen im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten zu tätigen von denen alle Bürgerinnen und Bürger mittel-und langfristig profitieren werden. 

Auch in 2019 fanden wieder viele kulturelle Veranstaltungen statt. Genannt werden sollen hier

222 Jahre            Schützenverein Echte

120 Jahre            Freiwillige Feuerwehr Kalefeld

100 Jahre            TSV Willershausen

  90 Jahre            Feuerwehr-Musikzug Kalefeld

  50 Jahre            TSG Düderode/Oldenrode

Gemeinsam mit dem Landkreis Northeim und der Stadt Bad Gandersheim wurde die „Praeteritum gGmbH“ gegründet. In dieser Gesellschaft werden künftig das Portal zur Geschichte, das römisch/germanische Schlachtfeld am Harzhorn und die Fossillagerstätte Tongrube Willershausen gemeinsam vermarktet und weiterentwickelt. Dies ist ein Schritt, unsere Region bekannter und attraktiver zu machen.

Viel hat sich in 2019 ereignet, vieles musste erledigt werden. Vieles was geplant war, aber auch viele Maßnahmen die uns unvorhergesehen ereilten. Wir haben alles größtenteils gemeinsam abgearbeitet.

Für die Zusammenarbeit mit dem Rat der Gemeinde Kalefeld, mit den Ortsräten und Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeistern bedanke ich mich sehr.

Desweiteren danke ich unseren Feuerwehren, den Vereinen und Verbänden, Kirchen und sozialen Einrichtungen für Ihre großartige Arbeit.

Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich für Ihre geleistete Arbeit, die manchmal über das normale Maß hinaus notwendig war. Wir werden uns auch in den nächsten Jahren vielen Herausforderungen, die auch auf die öffentliche Verwaltung zukommen werden, stellen müssen.

Wir alle werden uns mit neuen Herausforderungen und Notwendigkeiten, auch solchen die nicht zu aller Zufriedenheit erledigt werden müssen, beschäftigen und Lösungen dafür finden müssen.

Lassen Sie uns dies gemeinsam angehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr und danke Ihnen für die Zusammenarbeit und Unterstützung.

Ihr Jens Meyer

Bürgermeister

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