Weißenwasserkirche Kalefeld

Die Anfänge der alten Taufkirche am Weißenwasser liegen wie so viele Dinge im Gebiet des sagenumwobenen Kahlbergs im Dunkeln. Unter der Herrschaft Kaiser Karls des Großen begann eine Christiani-sierungswelle, die besonders in den von ihm unterworfenen sächsischen Ländern intensiv betrieben wurde. Die Missionierung des Leinetales und auch des Gebietes um den Kahlberg erfolgte vermutlich durch das Kloster Corvey, das zu dieser Zeit eine vorherrschende Rolle einnahm. Wahrscheinlich entstand in diesem Zusammenhang die erste Taufkirche am Weißenwasser, denn Kirchen wurden oft an den Orten errichtet, an denen sich vorher heidnische Heiligtümer befunden hatten. Die Vermutung liegt nahe, daß an dieser Stelle des Kahlbergs eine herausragende heidnische Kultstätte bestand (siehe „Wöllersteine“, „Twargenmolle“ usw.).

 

Der erste urkundliche Nachweis einer Kapelle des Dorfes Whitenwatere stammt aus dem Jahre 1055 und belegt, dass sie zum Archidiakonat Nörten gehörte. Dieser hölzerne Vorgängerbau der heutigen Weißenwasserkirche stand auf einem Bruchsteinsockel und war vermutlich nur ein rechteckiges Gebäude ohne Turm und Chor. Seine Ost-West-Achse verlief genau durch die Mitte von Taufbecken, Chorstufen und vermutlich auch Altar. Von diesem Bau fand man bei Grabungen eine Brandschicht, den Felssteinsockel, auf dem die aus Holz  gebaute Kapelle gestanden hat, sowie ein altes Bachbett. Lange Zeit muß ein Arm des Weißenwasserbaches durch die Kapelle geleitet worden sein, den die Quelle mit ihrem weißen, kalkhaltigen Wasser speiste, da bei Bodenuntersuchungen entsprechende Ablagerungen festgestellt wurden. Der Bach durchfloss im Kircheninneren ein Wasserbecken, in welchem die Taufen erfolgten. Hier wurden die Täuflinge vollkommen untergetaucht und stiegen nach der Taufe zum Altarraum empor.

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